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sportiv: Radelnd in den Frühling

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Der Frühling ist da und mit ihm die warmen Temperaturen, die uns alle Jahre wieder mit Freude dazu einladen, sich im Freien zu bewegen und dabei seinem Körper Gutes zu tun.

Habe ich in einer der letzten  Ausgaben über das Thema Laufsport, also  „laufend“ in den Frühling berichtet, so möchte ich heute für alle Radsportfans und solche, die es noch werden wollen, einiges über das breite Spektrum Fahrrad berichten. Der Begriff „Drahtesel“ ist in der heutigen Zeit wirklich nicht mehr passend, da das hohe Maß an „Know-how“ und Hightech bereits auch in der Fahrradentwicklung nicht halt gemacht hat.  Alleine die  Anzahl der verschiedenen Fahrradtypen hat sich in den letzten Jahren enorm gesteigert und  geben Anlass, sich unbedingt vor Kauf eines solchen gut beraten zu lassen.

Welches Bike nun wirklich zu welchem Fahrertyp passt, ist natürlich eine Frage der persönlichen Vorliebe sowie der körperlichen Fähigkeit (Kondition) und des Einsatzgebietes.

Mountainbike

Zielgruppe – meist der sportlichere Typ mit guter Kondition.  Unterwegs auf allen Straßen aber auch im Gelände sowie  Schotter- und Bergwegen.

Seit das Mountainbike in den 80er Jahren erfunden wurde, gelten die 26er-Laufräder quasi als Standard. Im Gegensatz zur etwas schleppenden Einführung der 29er-Modelle, zeichnet sich bei den 27,5ern ein zügigerer Start ab. Es gibt tatsächlich eine Reihe von Gründen, warum das neue „Mittelmaß“ die erste Wahl sein kann. Einen Kompromiss zwischen 26 und 29 Zoll zu verstehen, würde jedoch ein Missverständnis bedeuten. Denn es vereint viele Vorteile der kleinen Räder, wie geringes Gewicht, Torsionssteifigkeit und Agilität mit den Vorteilen der großen. Das sind erhöhte Laufruhe, Überrollverhalten sowie ein Plus an Stabilität in den Kurven.  Folgerichtig sind die 27,5er torsionssteifer und leichter zu beschleunigen als ein 29 Zoll Laufrad, während sie mit mehr Laufruhe und besserem Überrollverhalten im Vergleich zu den 26ern punkten. Zudem garantieren größere Räder mehr Grip durch eine größere Auflagefläche.

Trekkingbike

Zielgruppe –  für die meisten Freizeitradler, die Bewegung und Landschaft gleichzeitig genießen wollen. Einsatzgebiet ist der gut ausgebaute Fahrradweg, wenngleich das Trekkingbike auch ein leichtes Gelände akzeptiert. Auf mehrtägigen Touren ist das Bike ohnehin der Lastesel schlechthin.  Eine aufrechtere  Sitzposition schont Rücken und Nacken und macht auch längere Touren komfortabel. Außerdem voll verkehrstauglich durch die komplette Ausstattung  laut StVO.

E-Bike

Zielgruppe – vom gemütlichen Hobbyradler bis zum Leistungssportler sind die E-Bikes auf allen Straßen und auf Bergwegen unterwegs. Vom Aufbau und Wesen sind sie ganz normale Fahrräder. Ob Mountain-, Trekking- oder Citybikes, der Unterschied liegt darin, dass jeder Tritt in die Pedale vom Akkuantrieb unterstützt wird. Den Strom bekommt der Motor vom Akku, der dank immer modernerer  Entwicklungen  auch eine immer größer werdende Reichweite besitzt und Strecken von über 120 km keine Seltenheit sind.  Dabei spielen natürlich das Gelände und Gewicht des Fahrers eine entscheidende Rolle. 

Für welchen Radtyp sie sich letztendlich entscheiden,  wichtig  dabei ist,  sich vorher gut beraten zu lassen und wenn möglich auch eine Probefahrt vereinbaren. Gerade beim E-Bike Kauf ist es notwendig, sich vorher gut zu informieren, da es hier enorme Unterschiede punkto Batterieleistung, Motorstärke und Steuerung gibt. Besonders bei E-Bikes ist ein gutes Service in einer dafür ausgestatteten Fachwerkstätte Ihres Kaufgeschäftes sehr wichtig, damit den Ausfahrten in unserem  schönen  Ennstal mit all seinen tollen Radwegen nichts mehr im Wege steht.    (Quelle Sport 2000)