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Was tun, wenn der Rücken Ärger macht

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Rückenschmerzen zählen zu den Volkskrankheiten und stellen den häufigsten Grund für krankheitsbedingte Arbeitsausfälle dar. Diese reichen von geringen Beschwerden für eine kurze Zeit bis zur Berufsunfähigkeit. Zeitlich betrachtet besteht ein Unterschied zwischen akuten, subakuten und chronischen Rückenschmerzen. Als chronisch werden schmerzhafte Beeinträchtigungen des Rückens bezeichnet, die nicht innerhalb von 3 Monaten abklingen.

Ursachen von Rückenschmerzen
Rückenleiden sind oftmals die Folge von Überbelastungen der Wirbelsäule, Rückenmuskulatur und Bandscheiben. Eine häufige Ursache stellt ein falsches Sitzen auf Bürostühlen dar. Dies kann auf die fehlende Ergonomie der Sitzgelegenheit und auf eine unangemessene Sitzhaltung zurückzuführen sein. Sitzhöhe und Rückenlehne eines verstellbaren Bürodrehstuhls sollten körpergerecht eingestellt sein. Ansonsten sind über einen längeren Zeitraum Auswirkungen auf den Rücken, die Halswirbelsäule sowie den Schulter- und Nackenbereich zu verspüren. Fehler beim Heben und Tragen schwerer Lasten können sich direkt bemerkbar machen. Die schnellste körperliche Reaktion auf die Überlastung ist ein Hexenschuss, bei dem sich ein stechender Schmerz im Lendenwirbelbereich einstellt. Ebenso können unzureichend dämpfende Matratzen sowie Schuhsohlen Rückenprobleme verursachen. Eine falsche Drehung, ein ungewohnter Bewegungsablauf kann ebenfalls zu einer kurzfristigen Überlastung des Rückens führen. Außerdem können Kälte und Zugluft bei unangemessener Bekleidung Rückenschmerzen verursachen. Als Risikofaktoren zählen auch Übergewicht und mangelnde Bewegung. Rückenschmerzen können auch durch Erkrankungen, Unfälle oder sportliche Überlastungen entstehen.

Diagnose und Verlauf
In der Regel stellen sich Rückenschmerzen als harmlos heraus und die Beschwerden klingen nach wenigen Tagen wieder ab. Nach einem Hexenschuss kann mit einer schmerzhaften Mobilitätseinschränkung für den Zeitraum von etwa einer Woche gerechnet werden. Eine Wärmebehandlung und das Einreiben mit einer wirksamen Salbe können diesen Zeitraum verkürzen und die Schmerzen lindern. Ein Bandscheibenvorfall kann langwierige Folgen haben und erfordert eine therapeutische Behandlung. Bei nicht abklingenden Beschwerden über einen Zeitraum von einer Woche hinaus sollte eine klärende Diagnose durch einen Arzt herbeigeführt werden. Dies gilt auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt, wenn sehr starke Schmerzen auftreten. In zahlreichen Fällen kann ein Facharzt bereits aufgrund der geschilderten Beschwerden eine erste Diagnose abgeben. Im Zweifelsfall unterstützen bildgebende Untersuchungsverfahren die Suche nach dem Grund der Beschwerden.

Behandlungsmöglichkeiten

Je nach Art der Beschwerden können verschiedene Maßnahmen Anwendung finden. Zur Behandlung akuter Schmerzen können Arzneimittel zur Schmerzlinderung beitragen. Zur Verringerung von Bewegungseinschränkungen sind durchblutungsfördernde Maßnahmen wirksam. Dazu zählen Möglichkeiten der Physiotherapie und Naturheilkunde wie Massage, Akkupunktur oder schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Salben. Alternativ können Wärmeumschläge verwendet werden. Als Salben oder Gels kommen bewährte Wirkstoffe wie Diclofenac, Kampher oder Menthol infrage. Während der Beschwerden sollten Rückenbelastungen möglichst vermieden werden.

Maßnahmen zur Vorbeugung
Eine allgemeine Verbesserung der Bewegungsfähigkeit und Fitness durch Gymnastik und Sport erhöht die Chance, von Rückenschmerzen verschont zu bleiben. Durch ein spezielles Training der Rückenmuskulatur werden Haltungsprobleme und Ermüdungserscheinungen durch die gestärkte Muskulatur reduziert. Kurze, alltagstaugliche Lockerungsübungen in den Pausen sorgen für eine bessere Durchblutung und beugen Verhärtungen der Muskulatur vor. Zur Vorbeugung gegen Überlastungen des Rückens trägt auch eine Verringerung des Körpergewichts bei. Um Rückenprobleme zu vermeiden, sollte passend zum Nutzer eine Einstellung des Bürostuhls erfolgen. Hinweise zum richtigen Heben und Tragen von schweren Lasten sind immer zu beachten, um Rückenschmerzen zu verhindern. Bei einer falschen Matratze als auslösendem Grund für Rückenschmerzen ist ein Wechsel nach einer fachkundigen Beratung erforderlich. Für eine ausreichende Energieversorgung sorgt eine gesunde, ausgewogene und besonders ballaststoffreiche Ernährung.