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gesund und fit: Fructose (Teil 2)

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Die gefährlichste Form aller Zuckerarten?!

Vorweg: Obst und Gemüse sind trotz enthaltener Fructose (Fruchtzucker) sehr gesund! Aber noch nie zuvor wurde so viel Fructose konsumiert wie heute. Woran liegt das? Sicher nicht an einem übermäßigen Verzehr von Obst und Gemüse. Diese Lebensmittel gehören natürlich auch weiterhin auf den Speiseplan einer gesunden Ernährung. Leider müssen immer mehr Menschen mit einer Fructose-Intoleranz (Unverträglichkeit) den Verzehr von Obst einschränken bzw. ganz darauf verzichten.
Größere gesundheitliche Probleme bereitet die Fructose erst, seit sie immer häufiger in der Nahrungsmittelindustrie eingesetzt wird. Der Konsum isolierter und hochkonzentrierter, industriell produzierter Fructose in großen Mengen macht uns Menschen krank. Und gerade dieser „Industriefruchtzucker“ wird heute in vielen Fertigprodukten verwendet und ist ausgesprochen gesundheitsgefährdend: Übergewicht, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes, Krebs oder Gicht sind nur einige der möglichen Auswirkungen der unnatürlichen Fructose.

Fructose ist nicht gleich Fructose
Für den menschlichen Organismus macht es einen deutlichen Unterschied, ob der Fruchtzucker in Form einer natürlichen Frucht im Körper landet – oder als Produkte der Nahrungsmittelindustrie. Ob Fruchtgummi, Pralinen, Milchschnitten, diversen Fertigdesserts, Schokoriegel, Marmorkuchen, Essiggurken, Ketchup, Dressings, Nussgebäck, Limonaden, u.v.m. – sie alle werden immer häufiger mit Fructose gesüßt. Wenn heute von Fructose die Rede ist, geht es meist nicht mehr um den Fruchtzucker im Apfel, in der Birne oder der Banane, sondern um den hochkonzentrierten, industriell hergestellten Fruchtzucker bzw. Fruchtzuckersirup (Fructose-Sirup) in Fertigprodukten und Getränken.
Obst, Gemüse und auch Honig liefern dem Körper allerdings die natürliche Form der Fructose, die stets gemeinsam mit allen anderen im Lebensmittel enthaltenen Nähr- und Vitalstoffen in den Organismus gelangt. Diesen gesundheitlichen Vorteil kann natürlich weder der Haushaltszucker noch ein Zuckersirup aus Glucose und Fructose aufweisen.

Was ist Fructose?
Fructose gehört zur Gruppe der Kohlenhydrate und zählt ebenso wie Glucose (Traubenzucker) zu den sog. Einfachzuckern. Glucose ist der wichtigste Energielieferant des Körpers. Alle Körperzellen bevorzugen Glucose zur Energiegewinnung, daher gelangt sie auch weitaus schneller ins Blut als die Fructose, die erst „über Umwege“ zur Energieproduktion genutzt werden kann.
Eine Kombination aus Glucose und Fructose ist übrigens nichts anderes als unser altbekannter Haushaltszucker (Saccharose). Er ist damit ein Zweifachzucker und besteht zu jeweils 50 Prozent aus den beiden Einfachzuckern Fructose und Glucose.
Reine Fructose ist doppelt so süß wie reine Glucose. Daher wird sie von der Nahrungsmittelindustrie besonders geliebt und großzügig in Fertigprodukten aller Art eingesetzt – meist in Form von Glucose-Fructose-Sirup (Glucose-Anteil ist hier höher als 50 %) oder Fructose-Glucose-Sirup (hier ist der Fructose-Anteil höher als 50 %).

Wenig bis keine Fructose haben:
• Getreideprodukte (Nudeln, …)
• Reis, Kartoffeln
• reine Milchprodukte
• Obst und Gemüse: Erbsen, Kartoffeln, Spinat, Mangold, Radieschen, Chinakohl, Blumenkohl (Karfiol), Blattsalate, Gurken, Kaktusfeigen, Avocado, Rhabarber, …
• Nüsse (außer Erdnüsse -> Sorbit!)
• Fleisch, Geflügel, Fisch
• Eier
• Wasser
• Kaffee und Tee

In der nächsten Ausgabe: Die Fructose-Intoleranz (Unverträglichkeit)

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