Home Steiermark-Liezen WT290 Ein Zelt ist wie ein Hausbau …

Ein Zelt ist wie ein Hausbau …

0 48

…man muss sich im vorhinein über viele Dinge Gedanken machen um nach dem Kauf (Einzug) wirklich zufrieden zu sein.
Was sind nun die wirklich wichtigen Dinge die man sich fragen muss:
Wie viele Personen plus Zubehör müssen im Zelt Platz finden?
Zu welcher Jahreszeit und wo geografisch bin ich unterwegs?
Welche Unternehmung habe ich vor, sprich muss ich das Zelt tragen, fahre ich mit dem Fahrrad, oder gehe ich zu Fuß usw. Wie groß darf das Packmaß bzw. Gewicht sein?
Wie oft werde ich das Zelt nutzen letztendlich auch eine Preisfrage?
Zelte werden prinzipiell in 3 große Kategorien einteilt. Dies sind Tunnelzelte, Kuppelzelte und Geodäten, sowie sogenannte Tarps.

Koppelzelte und Geodäten
Kuppelzelte und Geodäten sind selbsttragend konstruiert. Die Zeltform wird bestimmt durch Gestängebögen, die sich in einem oder – bei Geodäten – mehreren Punkten kreuzen. Diese Zelte bieten deshalb eine hohe Eigenstabilität bei Sturm oder Schneelast, gegenüber Tunnelzelte eine geringere Grundfläche und benötigen zum Aufbau weniger Heringe. Bei den meisten Modellen wird das Innenzelt zuerst aufgebaut und das Außenzelt anschließend am Gestänge befestigt. Bei Kuppelzelten oder Geodäten mit außen liegendem Gestänge sind Innen- und Außenzelt gekoppelt, das ermöglicht einen besonders raschen Auf- und Abbau. Bei Regen kann das Innenzelt ausgehängt und trocken verpackt werden. Kuppelzelte und Geodäten eignen sich aufgrund der beschriebenen Eigenschaften besonders zum Zelten in bergigen oder felsigen Regionen.

Tunnelzelte
Tunnelzelte werden je nach Größe von mindestens zwei parallel aufgespannten Gestängebögen getragen. Erst nach Abspannen in Längsrichtung nimmt das Zelt seine endgültige Form an. Tunnelzelte sind im Verhältnis zur Größe relativ leicht, sie bieten eine sehr gute Raumausnutzung. Innen- und Außenzelt sind meist miteinander gekoppelt, was einen raschen Aufbau ermöglicht. Bei Regen kann das (trockene) Innenzelt ausgehängt und separat verpackt werden. Mit der Schmalseite zum Wind aufgebaut, sind Tunnelzelte sehr windstabil. Tunnelzelte eignen sich besonders gut zum Zelten in Regionen mit schlechtem oder unbeständigem Wetter.
Tarps
Tarps sind wasserdichte Zeltplanen mit Abspannösen an jeder Ecke und zusätzlichen Abspannschlaufen entlang der Nähte. Ein Tarp bietet viele Einsatzmöglichkeiten: Es kann als Schattenspender und Regenschutz ebenso verwendet werden wie als elementare Behausung für den ambitionierten Wildnisläufer. Ein Tarp kann an Ästen von Bäumen, am Zelt oder am Campingmobil ebenso wie mit Hilfe zugehöriger Tarpstangen aufgespannt werden.

Material und Eigenschaften
Bei Allround-Zelten wird mehrfach PU-beschichtetes Polyester mit meist getapten Nähten für die Außenhaut, dadurch wasserdicht, UV-beständig und farbecht verwendet. Der Zeltboden besteht aus ebenfalls mehrfach PU-beschichtetem Nylon. Die optimale Wahl wer ein robustes langlebiges Zelt sucht. Footprints (Zeltunterlagen) helfen zusätzlich (Schutz des Zeltbodens, Minderung der Kondensfeuchtigkeit, Schutz vor Schmutz im Innenzelt). Bei Highend-Zelten wird besonders leichtes Nylonmaterial verarbeitet, das durch längs und quer eingewebte stärkere Fäden (Ripstop) eine enorme Reißfestigkeit besitzt. Das Innenzelt besteht aus wasserabweisendem, luftdurchlässigem Gewebe. Bruchfestigkeit des Gestänges ist 20% höher und das Gewicht 30% geringer als bei Allroundzelten. Highend-Zelte eignen sich für Outdoor-Aktive, die möglichst wenig Gewicht mitnehmen wollen und die oft auch unter widrigen Wetterverhältnissen zelten.
www.schoettl.at