Home onlinenews PflanzenArtenVielfalt am Fuße des Grimmings Besucheransturm beim Wiesenfrühstück und Naturerlebnis auf den...

PflanzenArtenVielfalt am Fuße des Grimmings Besucheransturm beim Wiesenfrühstück und Naturerlebnis auf den Trautenfelser Iriswiesen am 25. Mai 2017

0 170

Anlässlich des internationalen Pflanzentages und des Interreg-Projektes „CAMARO-D“ veranstaltete die HBLFA Raumberg-Gumpenstein gemeinsam mit dem Naturschutzbund Ennstal-Ausseerland auf den Trautenfelser Naturschutzflächen und Moarhofwiesen ein Wiesenfrühstück mitten in der Natur. Über 60 interessierte, naturbegeisterte Erwachsene und Kinder aus der regionalen Bevölkerung, aber auch von Wien oder dem Ausland folgten der Einladung.

 Trotz schlechter Prognose meinte es das Wetter äußerst gut mit den Veranstaltern und auch die Iris-Wiesen präsentierten sich in ihrer vollen Pracht. Die Sibirische Schwertlilie (Iris sibirica) und die Narzissen standen in voller Blüte und verwandelten die Trautenfelser Iriswiesen in ein violett-weißes Blütenmeer.
Die BesucherInnen erwartete zuerst auf den Moarhofwiesen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein ein ausgewogenes Frühstück mit selbstgemachten Aufstrichen, Mehlspeisen, Marmeladen und gesunden Produkten aus der Region.
Anschließend konnten die TeilnehmerInnen den beeindruckenden Blick auf die Iris-Wiesen genießen. Die Expertinnen der HBLFA Raumberg-Gumpenstein und vom Naturschutzbund Ennstal-Ausseerland boten spannende Einblicke in die Pflanzenartenvielfalt auf den Wiesen sowie zu den Themen Vögel, Wasser, Geologie und Boden. Die Kinder konnten selbst Wasserlebewesen aus den Tümpeln keschern und unter den Mikroskopen bestimmen. Das Kennenlernen von Erdkröten, Gelbbauchunken und Blindschleichen aus nächster Nähe war für die kleinen NaturforscherInnen besonders spannend. Auch der Einblick in die doch sehr aufwändige Naturschutzarbeit in Zusammenarbeit mit der Forschung in Raumberg-Gumpenstein interessierte die TeilnehmerInnen sehr.
Die prachtvollen Iriswiesen können nur durch die nachhaltige Zusammenarbeit von Landbewirtschaftern und Naturschutz erhalten werden. Denn aufgrund von Trockenlegungen, Änderungen der Bewirtschaftung und vermehrtem Nährstoffeintrag gilt die trittempfindliche Sibirische Schwerlilie in weiten Teilen Europas als gefährdet. Auch im Ennstal wurde die einst häufige Pflanzenart mit der Zeit immer mehr zurückgedrängt und ist heute nur noch auf einigen Restflächen zu finden.

Das „Wiesenfrühstück und Naturerlebnis“ soll zur Bewusstseinsbildung beitragen und die BewohnerInnen in der unmittelbaren Umgebung sowie auch die weiter angereisten BesucherInnen auf diesen besonderen Landschaftsteil im mittleren Ennstal, der auch ein Stück Geschichte erzählt, aufmerksam machen, um unsere wertvollen Lebensräume sowie Pflanzen- und Tierarten zu erhalten und zu schützen.
Auch im nächsten Jahr wird das Wiesenfrühstück wieder stattfinden.