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Alltäglicher Stress ist schädlich!

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Wahrscheinlich kennen auch Sie Menschen, die trotz ihres fortgeschrittenen Alters fit sind, eine schöne Haut haben, so gut wie nie krank sind und vor Tatendrang nur so strotzen? Aber Sie kennen sicher auch Menschen, auf die genau das Gegenteil zutrifft und deren Alterung weiter fortgeschritten ist, als es ihren Lebensjahren entspricht…
Doch was unterscheidet diese Menschen voneinander? Warum altern manche schneller als andere? Ursachen gibt es wohl mehrere. Immer häufiger liegen sie aber in einer Gewohnheit, die viele Menschen nicht ablegen können und die sich durch ihr gesamtes Leben zieht: Permanenter Stress!
Stress, der scheinbar nie aufhören will und Sie in allen Lebenssituationen verfolgt. An der Supermarktkasse, beim Autofahren, in der Arbeit, beim Mittagstisch und auch am Abend in der Freizeit… Kommen Sie wirklich jemals zur Ruhe?
Viele Studien kommen zum Ergebnis, dass Stress zu einer schnelleren und vorzeitigen Alterung führt. Ein Forscherteam der University of California kam nach einer Langzeitstudie zum Schluss, dass eine erhöhte Produktion von Stresshormonen die zelluläre Alterung beschleunigt und die Bildung freier Radikale verstärkt. Dies dürfte auch ein Grund dafür sein, warum bei Menschen, die einem hohen Maß an Stress ausgesetzt sind, Krankheiten, wie z. B. Immunschwäche, Herzprobleme, Herzrasen etc., häufiger auftreten als bei Menschen, die kaum oder weniger Stress haben.
Das Problem hierbei ist, dass es für manche Menschen scheinbar unmöglich ist, den Stress zu reduzieren oder abzubauen. Doch der Gesundheit zuliebe sollte jeder Betroffene eine Änderung seiner Lebensgewohnheiten anstreben.
Der Versuch einer Anleitung: Nehmen Sie sich Zeit und gehen Sie in sich. Überlegen Sie gut und notieren Sie alles, worauf Sie nicht verzichten wollen, weil es Ihnen Freude macht und ihr Leben bereichert. Versuchen Sie danach, alles andere in Frage zu stellen: Denn sehr oft hat man im Leben Routinen und Arbeiten übernommen, die nicht wirklich wichtig sind; man wollte eben „einen Gefallen tun“ – oder konnte einfach nicht nein sagen. Doch irgendwann wird alles zuviel. Dann muss man ehrlich genug sein und „reinen Tisch machen“. Man ist es sich und seinem Körper schuldig!
Überlegen Sie aber auch, ob Ihnen Ihre tägliche Arbeit nicht zur Qual geworden ist – und wenn ja, ob es eine Alternative gibt. Streben Sie nicht nach Geld und Erfolg – um den Preis der persönlichen Freiheit, oder gar der Gesundheit…
Ich bin etwas nachdenklich geworden, nachdem ich die „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ von Heinrich Böll (1963) gelesen habe. Sie ist heute aktueller denn je: Ein alter Fischer „belehrt“ einem Karrieremenschen, was Glück bedeutet… (Fortsetzung folgt)