Home Steiermark-Liezen WT286 Im Gespräch mit Barbara Aigner Kommunikationsbeauftragte der Stadtgemeinde Liezen

Im Gespräch mit Barbara Aigner Kommunikationsbeauftragte der Stadtgemeinde Liezen

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Frau Aigner, wie geht‘s Ihnen – wenige Wochen nach Ihrer Entscheidung, künftig Liezen positiv zu kommunizieren?
Mittlerweile habe ich mich gut in Liezen und meiner neuen Rolle als Kommunikations- und Marketingbeauftragte eingelebt. Die Entscheidung diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen war definitiv die richtige. Eine große Herausforderung wird es in Zukunft sein, der teilweise festgefahrenen negativen Kritik positiv zu begegnen und Kritiker davon zu überzeugen, dass Liezen viele positive Aspekte zu bieten hat. Es wird nötig sein eingefahrene Strukturen zu brechen und Ideen, die über klassischen Handel hinausgehen, zuzulassen.
Sie können also mit Kritik umgehen.
Gute Kommunikation ist gerade in engen Situationen sehr wichtig! Und konstruktive Kritik ist gut und wichtig, bleibt nur die Frage wie man damit umgeht. Es wird zu einem Thema immer mehrere Meinungen geben. Feedback und Kritik ist eine Bestätigung, dass sich Menschen Gedanken machen und aktiv mitgestalten wollen.
Das ELI ist ein heißes Thema – auch für Sie?
Nein! Meine Arbeit beginnt in der Zeit mit Eli. Die alten Diskussionen um Standort und Notwendigkeit will ich nicht noch einmal aufwärmen. Faktum ist, wir haben in Liezen ein modernes, attraktives Einkaufszentrum, das in wenigen Minuten zu Fuß vom Zentrum aus erreichbar ist. Die Aufgabe muss nun sein, diese scheinbar unüberwindbare Distanz aus und in die Innenstadt so attraktiv zu gestalten, dass Liezen nicht als Eli oder Zentrum wahrgenommen wird, sondern als Einheit. In Kooperation mit Stadtmarketing und Tourismus brauchen wir nun schlagkräftige Projekte.
Gibt es konkrete Ideen?
Ich werde Bestehendes hinterfragen, aber natürlich auch neue Ideen entwickeln und innovative Menschen und deren Ideen einbinden und fördern. Die Stadt Liezen soll künftig auch „Nieschen“ besetzen, Kommunikationszentren, Künstlertreffs und neue gastronomische Angebote sind nur einige Ansatzpunkte. Dabei soll der Mensch und das soziale Leben außerhalb der Handelszeiten im Mittelpunkt stehen.
Und das Stadtmarketing?
Ich habe schon mehrfach erwähnt, dass ich eine gute Verbindung zu Stadtmarketing und Tourismus habe. Wir treffen uns regelmäßig und evaluieren wie wir uns bestmöglich ergänzen. Wichtig ist vor allem, dass wir gemeinsam am positiven Image der Stadt arbeiten.
Sind Sie künftig so etwas wie die Informationszentrale der Stadt?
Eine moderne Stadtgemeinde übernimmt auch Verantwortung hinsichtlich Informationspflicht und Transparenz. Immer öfter gibt es Situationen, wo man schnell reagieren muss, dann soll jemand da sein, der den Standpunkt der Gemeinde intus hat, der weiß, wovon die Rede ist. Menschen wollen Fakten und kein Schönreden. Das ist wichtig, um langfristig glaubwürdig zu sein.
Welche Ziele für 2017 verfolgen Sie?
Es sind viele Projekte angestoßen, die neben der erwähnten Evaluierung 2017 umgesetzt werden. Dazu zählt der neue Internetauftritt der Stadtgemeinde, die zielgruppengerechte Kommunikation über soziale Medien oder etwa der Launch einer Startup Förderung für die Innenstadt.
Wir wünschen Ihnen alles Gute und danken für das Gespräch!

 

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