Home Steiermark-Liezen WT280 editorial: Sport wird zu Tode verwaltet

editorial: Sport wird zu Tode verwaltet

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Nach den Olympischen Spielen 2012 in London, bei denen Österreich keine einzige Medaille erreichte, gab es vollmundige Versprechen unserer Politiker, dass sich nun etwas ändern wird… Heute stehen wir vor (fast) demselben Dilemma, geschehen ist nichts!

Dabei schüttet die Republik jährlich 80 Millionen Euro an Sportförderung zum Aufbau des Spitzen- und Breitensports aus (zusätzliche Förderungen gibt es für Sportstättenbau, Großveranstaltungen und Spitzensportler). Darüber hinaus wurde eigens das Team Rot-Weiß-Rot und das Projekt Rio 2016 ins Leben gerufen und mit weiteren 20 Millionen Euro dotiert: Denn in Rio sollte alles besser werden…

Das Ergebnis ist bekannt. Es gibt wieder kritische Stimmen, auch Politiker melden sich zu Wort. Sportminister Doskozil will das Sportförderungsgesetz reformieren und entpolitisieren… Wäre ja längst an der Zeit, weil ein Gutteil von den 80 Millionen allein für die Verwaltung verbraucht wird – und den größten Teil….bekommen die beiden politischen Dachverbände.

Auf die heutigen Versprechen der Verantwortungsträger fällt mir nur noch die bekannte Aussage von Goethes Faust ein:  Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube.

Helmut Schaupensteiner