Home Steiermark-Liezen WT279 sportiv: Hör auf deine Füße…

sportiv: Hör auf deine Füße…

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Habe ich in der vorigen Ausgabe über die Balance im Körper berichtet und was man alles dafür tun kann, um im Gleichgewicht  zu bleiben und dabei seinem Körper  Gutes tut, so möchte ich diesmal im Speziellen unsere Füße ins Visier nehmen.

Diese können sicher so einige Schauergeschichten erzählen,  gerade wenn sie von seinem Besitzer in die falschen Schuhe gesteckt werden.

Rund 40 Prozent des Körpergewichtes machen die Beine aus mit Ihren zahlreichen Gelenken und Muskeln.  Dabei  profitieren Herz und Kreislauf, Bindegewebe, die Wirbelsäule und natürlich auch die Seele von Ihrem Bewegungsdrang.

Ob nun beim Bergsteigen, Wandern, Laufen, Nordic Walking u.v.m., dabei sollte der Grundsatz gelten:  Nur mit individuell angepasstem Schuhwerk, die speziell  auf die Bedürfnisse abgestimmt sind,  tut man das Optimale für seine Füße.

…beim Wandern

Genügend Dämpfung und Polsterung, damit die Druckstellen erspart bleiben, sowie robuste Sohlen mit rutschfestem Profil, Wasserdichtheit und vor allem ausreichende Unterstützung fürs Sprunggelenk sind die wichtigsten Voraussetzungen für einen idealen Wanderschuh und entlasten somit jeden Fuß. Wichtig ist es auch, Wanderschuhe immer um mindestens eine halbe Nummer größer zu kaufen, damit die Zehen nach vorne genügend Spielraum haben.

…beim  Laufen

Laufschuhe brauchen noch meist einen höheren Fersenkeil, um die Abrollbewegung zu unterstützen. Damit wird der Fuß während der Stand- und Abstoßphase geführt und gestützt. Das ist sehr wichtig, da auf die Gelenke, Knochen und Muskulatur das 3- bis 4-fache an Körpergewicht einwirkt.  Beim Laufen  auf Asphalt benötigt man Modelle  die gut abfedern –  für Gelände- und Waldläufe ist ein stabiler Schuh vorteilhafter.

…im Alltag

Wer im Alltag seine Füße aufgrund Fehlstellungen bereits auf Einlagen bettet, sollte das auch bei den Sportschuhen beibehalten, damit Beschwerden der Sehnen und Sehnenansätzen sowie Überlastungsschmerzen am Unterschenkel nicht auftreten bzw. dabei weitgehend vermindert werden. Ein Beispiel dafür ist der Senk-Spreizfuß. Bei dieser, durchaus häufig vorkommender Besonderheit, ist das Längsgewölbe, das sich eigentlich an der Innenseite des Fußes erheben sollte, abgeflacht. Nicht korrigierte Fehlstellungen begünstigen zudem auch akute Wanderverletzungen, die beim Umknicken des Fußes entstehen. Typische Konsequenzen wie Außenbandriss, -zerrung oder Knöchelbruch kann man zwar nicht ganz verhindern, aber immerhin wesentlich reduzieren.

…bei den Strümpfen

Unbedingt erwähnenswert sind dabei auch die passenden Socken. Funktionssocken gibt es heutzutage schon für fast  jede Sportart. Spezielle Verstärkungen an den strapazierten Stellen und atmungsaktive Gewebe können wesentlich dazu beitragen, Scheuerstellen und damit Blasen zu vermeiden oder  z.B. spezielle Kompressionsstrümpfe können die Muskeln stabilisieren. Die Durchblutung wird dabei besser  und damit optimaler mit Nähr- und Sauerstoff versorgt.

Wenn Sie diese Anregungen und Tipps beherzigen, werden Ihre Füße es Ihnen sicher danken und einer  schmerzfreien Wander- oder Bergtour, oder dem morgendlichen  Lauftraining steht demnach nichts mehr im Wege.

Einen schönen, sportlichen und dabei  unfallfreien  Sommer wünscht Ihnen Harald Scherz.